Back on Track – Corona Sportfest 3.3

Wie lange würde diese Wettkampfpause noch andauern? Das fragten sich wahrscheinlich einige in den letzten Wochen. Umso erstaunter war ich, als ich bei meiner Suche auf ladv.de in Karlsruhe ein Sportfest entdeckte: 1500m sollten da angeboten werden, das kann man in Bahnen nicht laufen. Aus Interesse entschied ich mich, die Strecke in Angriff zu nehmen, die ich bisher nur zweimal in meiner gesamten Laufbahn gerannt war. Viel Vorbereitung hatte ich darauf nicht ausgerichtet, aber in letzter Zeit standen sowieso aufgrund der Hitze eher kürzere Intervalle auf dem Programm und darum fiel es nicht ganz so schwer zu denken „warum nicht?!“ Am spannendsten war im Vorfeld sicher, wie die Organisation ablaufen würde. Könnten man sich ordentlich aufwärmen und wie würde die Stimmung ohne die gewohnten Zuseher auf der Bahn sein? Doch ich wurde durchaus positiv überrascht, keine überzogenen Maßnahmen und außerhalb des Rennens hielten sich alle 100 Läufer und Zuschauer brav an die Abstandsregeln. In den Rennen selbst ging das selbstverständlich nicht, aber da jeder im Voraus einen Fragebogen zum Infektionsrisiko ausfüllen musste, konnte man die Gefahr sich hier etwas einzufangen eher als gering betiteln. Womit wir dann auch schon bei der Sache wären, das Rennen. Fast ein bisschen in den Hintergrund gerückt ob der vorherigen Überlegungen, wusste man im Vorfeld nicht so richtig wo man stand. Ich machte mir vor allem Gedanken über das richtige Anfangstempo, denn ich war im schnellsten Lauf gesetzt, alle mit besseren Meldezeiten als ich. Nach dem Startschuss reihte ich mich am Ende des 10 Mann starken Feldes ein und hielt mich aus allem Gerangel heraus. 64-65er Runden waren die Vorgabe und das funktionierte auch erstaunlich gut, so konnte ich das Rennen gleichmäßig gestalten und am Ende noch 4 Läufer überholen. Bei 4:02,40 blieb die Uhr für mich stehen, das war für meinen aktuellen Trainingsstand höchst zufriedenstellend, auch wenn ich meine Bestzeit um 1,34s verfehlte. Insgesamt kann man also festhalten, dass das Wettkampfgeschehen langsam zu uns zurückkehrt und wir uns bald wieder auf ein Stück Normalität beim Laufen freuen können.

Laut meinem Co-Autor Martin, war das die Wiederauferstehung des Laufblogs und so hoffe ich, dass hier in der nächsten Zeit wieder ganz viele spannende Beiträge über und um das Laufen folgen können.

Bestzeit beim Mathaisemarktlauf

Kurzentschlossen hatte ich mich entschieden beim Mathaisemarktlauf in Schriesheim an den Start zu gehen, nachdem mich Christian Alles vom Engelhorn Sports Team dazu eingeladen hatte. Vorweg ohne große Erwartungen, ging ich in der malerischen Kulisse in der Schriesheimer Altstadt an den Start, um 10 leicht profilierte und amtlich vermessene Runden zu bewältigen. Das Feld der Eliteläufer war mit zahlreichen namhaften Athleten aus der Umgebung bestückt und die Sprintprämien, die beide Tobias Riker von Schott Mainz für sich entschied sorgten für ein ordentliches Anfangstempo.

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Der Knabe im Moor – eine Analogie zu den Rheinland-Pfalz-Crosslaufmeisterschaften

Wer Anette von Droste-Hülshoff mag, der wird sicherlich auch seine helle Freude am Kurs der diesjährigen RLP Cross in Laubach gehabt haben. Für alle, die – wie ich – der deutschen Literatur weit weniger zugetan sind als die Poeten unter uns, sei die genannte Ballade einmal zitiert:

O, schaurig ist’s, übers Moor zu gehn…

Ein Moor, genau das war es, was man an der Strecke vorfand, denn die Wiesenwege der 1,8 km langen Runde Nahe eines kleinen Bachs waren derart aufgeweicht, dass man sich wie die Ferkelchen im Schlamm fühlen musste, während man knietief im Morast herumstapfte. Durch die vielen Starter auf den Meisterschaftsstrecken war das Geläuf, anders kann man diesen Kurs nicht bezeichnen, so tief, dass man sich nur mit Mühe auf den Beinen halten konnte. Hinzu kam das noch nicht sehr leichte Profil mit stattlichen 22 Hm pro Runde und ein eisiger Nordwind, der neben Regen auch den ein oder anderen Hagelschauer brachte und so zur Gesamtatmosphäre sein Nötiges beitrug.

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Holzland-Cross: Mittelstrecke

Damit Doppelstarter ein wenig Zeit zur Regeneration hatten, wurden im zweiten Lauf um 13:30 Uhr die 79 Teilnehmer am Rennen über die Mittelstrecke auf den Weg gebracht. Es ging über 3 Runden bzw. 4200m und die folgenden Bilder verschaffen einen Eindruck von den unterschiedlichen Facetten eines Crosslaufs:

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Holzland-Cross: Langstrecke

Im letzten Lauf des Tages ging es über 6 Runden bzw. 8400m auf die Langstrecke, für die 65 Teilnehmer an der Startlinie standen. Bei dieser Länge muss man sich die Kräfte gut einteilen, sonst wird es am Ende unter Umständen richtig anstrengend 😜 Für die Fotos der folgenden Galerie geht unser Dank an Carolyn Könnel und Gerhard Jendryschik:

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