Laufgala Pfungstadt 2021

Nach dem Lauf ist vor dem Lauf, das heißt in Coronazeiten ja eigentlich monatelang warten, aber nach dem Puma Nitro Meeting in Mainz vergangene Woche, stand nun direkt schon der nächste Wettkampf für mich an.

Für die Laufgala in Pfungstadt galt es zwar auch Qualifikationszeiten zu erfüllen, doch die Felder waren doch noch einmal deutlich breiter besetzt, als in den Rennen der vergangenen Woche. Für mich gab es als längste Strecke nur 3000m, eigentlich hätte ich gesagt, das ist bisschen zu kurz. Grade in Anbetracht dessen, dass erst seit 5 Wochen wieder Training in Spikes auf der Bahn möglich ist, aber vielleicht geht es ja auch das Ganze von den längeren Strecken her durchzuziehen…

Das Teilnehmerfeld hatte tatsächlich einige Läufer von Rang und Namen, exemplarisch sei dabei nur Simon Boch zu nennen (mehrfacher Deutscher Meister auf der Langstrecke), der extra aus Regensburg angereist war und nach einem 1500m Rennen in 3:45, dann auch noch die 3000m in beeindruckenden 8:06 min gewann.

Weiterlesen

Puma Nitro Meeting Mainz

Wettkämpfe 2021, sowas gibt es tatsächlich? Die klare Antwort lautet ja, mit der Bundesnotbremse waren Anfang Mai für viele Läufer erst einmal alle Chancen erloschen, an einem Rennen teilzunehmen, denn Starts waren Berufssportlern und Kaderathleten vorbehalten. Doch mit sinkenden Inzidenzen, sind nun zumindest im kleineren Rahmen wieder Veranstaltungen mit begrenzter Teilnehmerzahl möglich. Heißt: wer die Qualifikationszeit erreicht, der ist dabei.

In Mainz sollte nach dem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr auch dieses Mal wieder ein toller Bahnwettkampf über die Bühne gehen. Von Sprintern bis 5000m war so ziemlich jede Laufdisziplin vertreten und immer 12 Läufer durften in einem Rennen starten. Notwendig war neben zwei negativen Corona-Tests am Freitag und Samstag auch eine FFP2 Maske auf dem gesamten Sportgelände. Ansonsten erinnerte aber vieles an einen normalen Wettkampf. Zuschauer waren zwar nicht zugelassen, aber die anderen Athleten und Trainer sorgten für eine schöne Atmosphäre.

Weiterlesen

#trainingtrotzpandemie

Das letzte Jahr seit Beginn der Einschränkungen aufgrund der Pandemie hat mich – wie wahrscheinlich viele andere Freunde des gepflegten Laufsports auch – schon deutlich in meinem Trainingsverhalten beeinflusst. Im Prinzip konnte ja jeder für sich laufen und trainieren, was das Zeug hält. Manche haben vielleicht sogar mehr Zeit als zuvor gehabt. Unsere gemeinsamen Trainings im Lauftreff habe ich trotzdem schnell vermisst und was richtig fehlte waren die Volksläufe, bei denen man seine Form überprüfen und die Früchte des Trainings ernten kann. Ich bin zwar selbst regelmäßig laufen gegangen, aber zunehmend ohne konkretes Ziel und strukturiertes Training. Dafür war ich ab dem letzten Sommer verstärkt mit dem MTB unterwegs und taste mich da langsam an anspruchsvollere Touren ran.

Nach fast einem Jahr ging es mir jetzt allerdings ziemlich auf den Keks, dass ich schon Mühe habe, mal eine längere Strecke im 5er Schnitt zu laufen 😉 So kam ich Ende Februar, als bevorstehende Öffnungen erst sehr vorsichtig diskutiert wurden, durch die Anregung eines Kollegen (danke Sven!) auf die folgende Idee: Ich habe mir einen neuen Account bei Instagram eingerichtet, in dem ich nach meinen Trainings ein Selfie oder andere Foto, das im Zusammenhang mit dem aktuellen Training steht, zusammen mit ein paar Daten wie Streckenlänge, Zeit, ø-Pace usw. poste und dabei #trainingtrotzpandemie verwende. Damit möchte ich mich zum einen selbst motivieren, wieder regelmäßiger und mit einem Trainingsziel laufen zu gehen und zum anderen könnten andere dasselbe Hashtag verwenden und ihre Trainings bei Instagram posten. Vielleicht kommt auch mal der eine oder andere Tipp dazu, so dass wir uns gegenseitig durch und über diese Pandemie hinweg helfen, die uns doch allen so langsam wirklich auf den Keks geht.

Gerade eine Woche nachdem ich meinen neuen Account angelegt hatte, kam es relativ unerwartet zu so deutlichen Lockerungen, dass wir jetzt wieder in Gruppen bis zu 10 Personen gemeinsam laufen gehen können – natürlich unter Einhaltung der bekannten Regeln. Das haben wir am vergangenen Montag natürlich direkt umgesetzt und es war klasse, nach (für mich) fast genau einem halbem Jahr wieder in der Gruppe zu laufen 😊

Ich bin inzwischen wieder richtig motiviert zu trainieren. Im Moment fühlt es sich an wie ein Neubeginn und von der Form vergangener Tage bin ich noch weit weg. Mit dem Wochenumfang schränke ich mich bewusst ein, damit ich meine Muskeln, Sehnen und Gelenke nicht überlaste. Doch mit etwas Geduld wird das – und dann kann der erste Volkslauf nach über einem Jahr gerne kommen 💪

Also schaut gerne bei mir auf Instagram vorbei (m.art.in.sports), kommentiert die Posts und teilt in eurem Account eure Trainingserfahrungen! Ich werde auf jeden Fall weiter regelmäßig zu meinen Trainings posten und berichten, wie sich die Form entwickelt.

Virtueller Silvesterlauf TuS Framersheim

Nach dem Erfolg des Framersheimer Staffellaufs bedurfte es zu Silvester dank Corona wiederum innovativer Ideen, um das von Läufern so viel geliebte Vorjahreswechsel-Feeling mit Wettkampf zu erzeugen. Unter bestehendem Lockdown ist da natürlich kein Wettkampf Mann gegen Mann oder Frau möglich, deswegen musste eine virtuelle, möglichst aber faire Wertung erzeugt werden.

Folgende Regeln waren einzuhalten:

  • 5 oder 10 km lange Strecke, die mit eigener GPS Uhr gemessen und mit Fotobeweis übermittelt wird
  • Maximal 0,5% Gefälle, stärkeres Gefälle wird als Wendepunktstrecke gelaufen
  • Start zwischen 6 und 17 Uhr

Und dann…

Weiterlesen…

Staffellauf Alzey

Ein interessantes Laufformat hatte Ingo Trampusch vom TuS Framersheim in Kürze auf die Beine gestellt. Aufgrund begrenzter Starterzahlen im Rahmen strengerer Corona Richtlinien, reifte die Idee einen Staffellauf auszurichten, um 60 Läufern einen Start zu ermöglichen ohne alle auf einem Haufen stehen zu haben. Als Strecke war eine landschaftlich sehr reizvolle, dadurch aber nicht sehr leichte, Runde durch die Alzeyer Weinberge, die in bunten Farben eine herrliche Atmosphäre erzeugten, über 4×5 Km bestimmt worden. Im Voraus als „Spaßveranstaltung“ geplant, stellte sich schnell heraus, dass doch einige starke Teams an der Startlinie stehen würden. So hatten sich mit Max Rahm, Tom Holzmann und Leander Fink 3 starke Läufer aus der Langstrecken-Riege von Hans-Peter Tiedje formiert, die noch einen 4. Mitläufer suchten. Außerdem waren mit dem Team um Simon Trampusch, Marvin Zaun, Chrstoph Hörter und Nico Gust einige Läufer am Start, die in jüngerer Zukunft bei Deutschen Jugendmeisterschaften überzeugt hatten. Und eben noch mein Team, das wir mal eben schnell an meiner Geburtstagsfeier formiert hatten. In der Laufgruppe schnell als „die Etablierten“ bezeichnet, hatten wir als (zumindest 3, Jessica sei da außen vor) „alte, erfahrene“ Läufer durchaus die Ambition um den Sieg mitzumischen.

Erste Aufgabe war es, eine passende Startaufstellung zu finden, denn die Streckenabschnitte forderten durchaus unterschiedliche Qualitäten von den Läufern ab und auch mit Blick auf die anderen Teams galt es, möglich nie den Anschluss zu verlieren bzw. die anderen Mannschaften zu distanzieren. Denn wie man weiß, wird es schwierig aufzuholen, wenn man den Vordermann einmal aus den Augen verloren hat. So entschieden wir uns für eine „aggressive“ Aufstellung und Sören Rathgeber als 800m Spezialist nahm den ersten recht schnellen Abschnitt unter die Schuhe, um uns einen Startvorsprung zu erarbeiten. Dies gelang ihm auch vorbildlich, sodass wir mit einem Vorsprung von 27 sec (16:52 min) zum ersten Wechsel in Albig kamen. Die nächste Teilstrecke war dann mit einem 1,2 km langen steilen Anstieg durch die Weinberge als Schwerste eingestuft, den ich in Angriff nehmen sollte. Vor allem durch schnelle Bergabläufe konnte ich auf der 2. Hälfte der Strecke unseren Vorsprung auf 2:30 min ausbauen und übergab an Jessica, die auf dem 3. Abschnitt einen Vorsprung vor dem Ironman WM Teilnehmer Tom Holzmann halten sollte, was ihr mit ihrer Zeit von 19:24 min auch sehr gut gelang und das trotz einiger Höhenmeter innerhalb der zweiten Streckenhälfte. So war bis km 4 ein Abschnitt mit über 50 Hm zu bewältigen, was die Ausdauerfähigkeit aller Athleten auf eine große Probe stellte. Mit einem Vorsprung von 1:30 min übergaben wir auf unseren Schlussläufer Lukas Polz. Und dieser wusste, dass er auf teilweise unbefestigten Feldwegen nochmals alles geben musste, denn mit Max Rahm war nochmals ein starker Athlet auf den letzten 4,8 km in der Verfolgung. Doch Lukas gelang es, den Vorsprung souverän ins Ziel zu bringen, sodass wir in einer Gesamtzeit vom 1:08:35 min den Sieg über die 20 km herausliefen. Schon mit 1:08:56 folgte das 2. Team um Max Rahm und auch die jungen „Grindboys“ schlugen sich mit 1:11:29 achtbar.

Die siegreiche Staffel, von links: Jessica, Tim, Sören und Lukas

Fazit: In einem Team zu laufen ist für Individualsportler wie Läufer tatsächlich etwas ganz besonderes und es ist besonders erfreulich, dass wir ein solch hohes Niveau bei der ersten Auflage dieses doch etwas ungewöhnlichen Staffelformates vorfinden konnten. Mehr ähnliche Formate sind sicherlich eine Bereicherung für den Laufkalender und in der Hoffnung, dass dieser Wettkampf im nächsten Jahr wieder stattfindet, trainieren „die Etablierten“ natürlich fleißig weiter.

Ergebnisliste Interner Staffellauf