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Laufevent

Bahnstadtlauf Heidelberg

Bei angenehm kühlen Temperaturen gingen Florian Leithmann und ich bereits 6 Tage nach dem Citylauf in Kaiserslautern beim Bahnstadtlauf in Heidelberg erneut an den Start. Während Florian nochmal über 5 Km alles in die Waagschale warf, nahm ich mal wieder die 10 km in Angriff.

Die Strecke durch die Bahnstadt ist definitiv flach, kein Höhenmeter weit und breit, teilweise waren die Wege jedoch sehr eng und keineswegs für die 700 angemeldeten Läufer ausgelegt. Da das Rennen auf einem 2,5 km Rundkurs stattfand, kam es bereits ab Runde 2 zu zahlreichen Überrundungen. Der Veranstalter sah dies im Anschluss an den Lauf auch ein und plant im kommenden Jahr die Läufe zu trennen. Viel mehr entsetzt war ich darüber, wie teilweise ignorant andere Läufer an diesem Lauf teilnahmen. Es gab ein Führungsrad, das seine Sache mit Rufen und einer Trillerpfeife mehr als ordentlich machte, doch manche Läufer wollten darauf nicht hören und andere konnten es nicht, da sie mit Kopfhörern in den Ohren liefen und die Musik scheinbar dermaßen laut aufgedreht hatten, dass sie das Führungsrad nicht einmal bemerkten als es direkt neben ihnen war. Mit Kopfhörern hat man auf einem Wettkampf nichts verloren! Wer mit Kopfhörern rennen möchte, soll das für sich im Wald tun, aber ein solches Verhalten ist für die Mitstreiter einfach nur gefährdend und ist mit Disqualifikation zu ahnden, hier wäre es gut mal ein Exempel zu statuieren.

Aber nun ins Renngeschehen, der Lauf begann trotz einiger enger Kurven flott und ich bildete eine 3er Gruppe mit 5km Sieger Dustin Uhlig und Maximilian Walter. Florian begann sein Rennen wie bereits in Lautern wieder sehr kontrolliert und war in der Verfolgergruppe zu finden. Die erste Runde passierten wir noch im 3:03er Schnitt ehe das leider sehr nervige Slalomlaufen begann. Maxi stieg bei km 6 entnervt aus, nachdem er zweimal von überrundeten Läufern geschnitten wurde und so war ich allein auf weiter Flur. Währenddessen kämpfte Florian hinten bereits um die Plätze und es gelang ihm in einem furiosen Schlussspurt noch auf Platz 3 in der Gesamtwertung vorzulaufen. Besonders erfreulich ist hier auch seine Zeit von 16:42min, die nur knapp hinter seinem Ergebnis von Kaiserslautern zurückblieb. Ich ließ es in der vorletzten Runde etwas ruhiger angehen und beschleunigte dann auf den letzten 2,5 km noch einmal, sodass ich im passablen 31:35 min den Sieg erringen konnte. Positiv hervorzuheben war vor allem die schnell durchgeführte Siegerehrung mit guten Preisen. Der Bahnstadtlauf hat auf jeden Fall das Potential eine tolle Veranstaltung zu sein, wenn die Veranstalter aus den jetzt unterlaufenen Fehlern die richtigen Schlüsse ziehen. Vermutlich hatte man mit dem Ansturm nicht gerechnet. Und es bleibt nur ein Appell an die Läufer sich auf Wettkämpfen rücksichtsvoll zu verhalten und mit dem Kopf auch bei der Sache zu sein. Die Stimmung an der Strecke jedenfalls war wirklich super und es ist schade diese zu verpassen, nur weil man sich die Lieblingsmusik auf die Ohren knallt.

Ende Juli folgt nun erstmal eine Phase mit weniger Wettkämpfen in der Umgebung ehe es dann im August weitergeht.

Ergebnisse des Bahnstadtlaufs 2024 bei my.raceresult.com

Citylauf Kaiserslautern

In diesem Jahr standen nach langer Zeit mal wieder zwei Athleten des TuS beim Elitelauf des Citylaufs in Kaiserslautern. Neben mir nahm auch Florian Leithmann die 5 Runden durch die Innenstadt unter die Carbonschuhe. Das Feld war mal wieder gespickt mit vielen Topläufern aus der Region (die in einer nationalen und regionalen Wertung berücksichtigt wurden), aber auch mit eingeladenen Assen aus Afrika.

Während ich um einen vorderen Platz im Deutschen Verfolgerfeld kämpfen wollte, versuchte Florian seine 5 Km Bestzeit anzugreifen. Zuvor war er noch nicht in einem solchen Feld am Start, machte seine Sache aber bravourös. Direkt nach dem Startschuss stürmten die schnellsten Läufer in 2:35 für den ersten Kilometer los und ließen keinen Zweifel daran, dass der Sieg nur über sie gehen würde. Ehrlich gesagt fühlt man sich ganz schön langsam, wenn die Meute so vor einem wegprescht, ich jedenfalls verließ mich auf mein Gefühl und traf die etwa anvisierten 3 min mit 2:56 recht gut. Platz 13, vielleicht kann ich den einen oder anderen noch überholen…

Auch Florian hielt sich strikt an seine Vorgaben und begann erstmal verhalten. Knapp unter 3:30 spulte er den ersten Kilometer ab. Damit war er zwar zuerst einmal etwas abgehängt am Ende des Feldes, doch diese Taktik sollte sich als goldrichtig erweisen.

Jetzt aufholen! Ich sehe die nächsten Läufer vor mir und setze mir diese als Ziel, irgendwann habe ich Leander Fink neben mir, das Tempo ist mit 3:01/3:02 pro Kilometer immer noch sehr hoch, vielleicht geht da ja was Richtung 15 min. Leander jedenfalls lasse ich hinter mir und hole weiter auf.

Noch eine Runde, der nächste Läufer vor mir ist Maxi Walter aus Mannheim, wenn ich ihn noch hole kann ich die regionale Wertung gewinnen rechne ich mir aus. Ich lege an dem kleinen Hügel am Altenhof nochmal alles rein und schaffe es tatsächlich noch vorbei, doch die Zeit rinnt unbarmherzig davon, knapp vor dem Ziel blinkt die 15 min auf der Stoppuhr auf und ich finishe denkbar knapp in 15:02 min. Mit meinem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, die beste Zeit, die ich hier bisher gelaufen bin und ein 7. Platz gesamt und 2. in der nationalen Wertung bestätigen mein neues Trainingskonzept.

Kurz durchschnaufen im Ziel und dann sehe ich hinten schon Florian auf die Zielgerade gehen. Er hat sich super eingeteilt und kann jetzt nochmal einen richtig guten Schlussspurt zünden. Mit 3:07 min auf dem letzten Kilometer rennt er einen klasse Negativsplit und stellt mit 16:35 min eine neue persönliche Bestzeit auf. Auch bei ihm hat sich das harte Training der letzten Wochen gelohnt.

Direkt nochmal angreifen werden wir am kommenden Wochenende beim Bahnstadtlauf in Heidelberg. Dort läuft Florian nochmal 5 km und ich bin über 10 km am Start.

Weinbergslauf Grünstadt

Zwei TuS Starter meldeten sich beim Grünstadter Weinbergslauf am 04. Mai. Neben mir war auch Florian Leithmann bei einem seiner ersten Starts im TuS Trikot dabei. Zur Auswahl standen 5 km oder 10 km (2 Runden) durch die Weinberge in Richtung Sausenheim. Ein richtig schöner Landschaftslauf kann man sagen, auch wenn das Profil schwierig zu laufen war. Vom Start am Stadtrand von Grünstadt führte die Strecke über einen Schotter- und Wiesenweg etwa 1,5 km leicht bergauf. Auf dem Rückweg kam man dann über Betonwege in immer wieder leichten Wellen dem Ziel entgegen, die einem ein wenig den Laufrhythmus brachen. Schön war der Zieleinlauf auf einer kleinen Runde durch die Stadt, der von zahlreichen Zuschauern gesäumt war.

Da beide Rennen gleichzeitig gestartet wurden begannen wir den Lauf als kompakte Gruppe aus der ich mich sukzessive etwas lösen konnte. Dahinter kämpfte Florian mit 3 weiteren Mitstreitern um die Topplätze im 5 km Lauf. Bei meinem ersten Zieldurchlauf zeigte die Uhr 16:03 min. Den 5 km Lauf gewann Hannes Ebener (Eisenberg) in 16:58 min. Florian musste sich im Zielspurt knapp geschlagen geben, belegte aber dennoch einen tollen 3. Platz in 17:21 min. Seinen nächsten Start plant er beim Strohhutfestlauf in Frankenthal über 5,5 km Ende des Monats. 

In meiner 2. Runde hielt ich mich am Anstieg noch etwas zurück und forcierte dann auf den letzten 3 km noch einmal das Tempo, dass ich mit einer gleich schnellen 2. Hälfte mit insgesamt 32:05 min als Erster das Ziel erreichte.

Die Siegerehrung klappte zügig und fehlerfrei und auch sonst bot die TSG Grünstadt ein sehr gut organisiertes Event. Hier wären definitiv mehr Starter gerechtfertigt gewesen. Vermutlich wurde daraus aufgrund der vielen weiteren Events in der Umgebung (Pfalztrail, Mainz Halbmarathon) nichts. Ich kann den Lauf jedoch uneingeschränkt empfehlen.

Ergebnisse bei my.raceresult.com

Deutscher Meister!

Deutsche Berglaufmeisterschaften, Zell am Harmersbach, 20. April 2024

Nachdem ich mich für den Lauf für Deutschland (und nicht mehr für England!) qualifiziert hatte, entschloss ich mich, an den Deutschen Berglaufmeisterschaften in Zell am Harmersbach im Schwarzwald teilzunehmen. Die Strecke war nicht typisch für einen deutschen Berglauf – 3,5 km steil bergauf und die nächsten 5 km wieder bergab – eher wie ein Trailrun. Offiziell waren es 430 Höhenmeter, tatsächlich waren es aber laut den Smartwatches der Teilnehmer eher 500 Höhenmeter. Für eine zusätzliche Wendung sorgte das nasse Wetter, das viele Teile der Strecke schlammig und rutschig gemacht hatte.

Das war mein erstes Bergrennen außerhalb der Pfalz, und ich war von Anfang an schockiert, wie steil es war. Um mich zu verbessern, muss ich üben, steile Hänge hinaufzulaufen! Dennoch konnte ich mich bis zum höchsten Punkt direkt hinter dem ersten Läufer meiner Altersklasse (M60) halten und dann hieß es für die Abfahrt „Bremse aus, Gehirn aus“. Ich hatte guten Halt mit meinen Schuhen und ließ den anderen M60-Läufer schnell hinter mir. Es ging dann nur noch darum, den Druck bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Ich raste über die Ziellinie und erfuhr, dass ich „wahrscheinlich gewonnen“ hatte. Gab es einen weiteren M60-Läufer vor mir, den ich verpasst hatte? Keine Sorge – die Ergebnisse standen sehr schnell fest und bestätigten meinen Sieg mit mehr als anderthalb Minuten Vorsprung vor Josef Attenburger, der letztes Jahr Dritter bei der Weltmeisterschaft war. Nicht schlecht!

Es gab noch mehr Erfolg für die kleine Gruppe aus der Pfalz. In der Altersklasse M50 gewann Marko Martin vom TV Maikammer. Ein toller Ausflugstag und ich habe vor, nächstes Jahr wieder dabei zu sein!

Stairway to Devil

Mit einem besonderen neuen Laufformat hatte der FCK am 03.03.2024 bei sich aufgewartet. Beim Stairway to Devil mussten auf einer 1 km langen Runde die Stufen zur Westtribüne des Fritz Walter Stadions bewältigt werden, anschließend kam man über die Straße zurück zum Ausgangspunkt. Wer jetzt denkt: die paar Treppen, das geht schon! Dem empfehle ich nächstes Jahr einfach mal mitzumachen, denn pro Runde 206 Stufen das summiert sich dann schon. Zur Auswahl gab es die „Halbe Hölle“ über 5 km und 1030 Stufen und die „Ganze Hölle“ über 10 km und 2060 Stufen (den Teilnehmern dieses Wettbewerbs mein herzliches Beileid). Ich hatte mich für die kürzere Strecke entschieden, da mir vorweg schon bewusst war, dass man sich hier ausreichend quälen konnte. Auf 200m hatte die Treppe übrigens eine Durchschnittssteigung von 20%, sodass auf der 5er Strecke knapp über 200 Hm zusammen kamen.

Ein weiteres interessantes Format war ebenfalls in den Lauf integriert: für das schnellste einmalige Berennen der Treppe gab es eine Sonderwertung. Eigentlich war mein Plan, mich in der ersten Runde zurückzuhalten und dann in der 2. Runde an der Treppe richtig Gas zu geben, das war allerdings tatsächlich nicht durchführbar und so wurde man mit zunehmender Rundenzahl immer langsamer. Immerhin konnte ich mir dennoch den Sieg in dieser Wertung mit 1:14 min für die 206 Stufen sichern. Auch in der Gesamtwertung gelang mir der Sieg im 18:53 min. Ich war durchaus überrascht, dass man die Strecke trotz allem unter 4 min Schnitt bewältigen konnte, aber durch die Bergabpassage konnte man durchaus auch wieder Zeit herausholen.

Insgesamt war es eine gelungene Premiere für den FCK und es wäre super den Lauf auch weiterhin beizubehalten. Vielleicht dann sogar mit den 5 Runden als Hauptlauf und einer kürzeren 2 km Sprintstrecke.

Ergebnisse des 1. Stairway to Devil